
©Andrea Polk
15 Teams, rund 200 Menschen und jede Menge neue Kontakte: Das erste STAY2GROW-Fußballturnier brachte internationale Studierende der Hochschule Rhein-Waal und Unternehmen aus der Region auf eine ganz besondere Weise zusammen. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Fachkräftesicherung auch funktionieren kann: persönlich, unkompliziert und auf Augenhöhe.
Am 26. September wurde die Sportanlage des SV Alemannia Kamp e. V. zum Treffpunkt für Studierende, Unternehmen, Institutionen und Menschen aus der Region. Sechs Studierendenteams und neun Mannschaften aus Unternehmen und Institutionen traten im 5-gegen-5 gegeneinander an.
Doch mindestens genauso wichtig wie das Geschehen auf den vier Spielfeldern war das, was daneben passierte: Es wurde miteinander gesprochen, gelacht, angefeuert und sich kennengelernt. Ohne Bewerbungsgespräch, Messestand oder offiziellen Networking-Termin.
Fachkräftesicherung beginnt mit Begegnung
Genau hier setzt STAY2GROW an. Viele internationale Studierende kommen für ihr Studium an die Hochschule Rhein-Waal. Das Potenzial für die Region ist groß – vorausgesetzt, es gelingt, ihnen frühzeitig Kontakte, Perspektiven und ein Gefühl des Ankommens zu vermitteln.
STAY2GROW möchte deshalb internationale Studierende stärker mit der regionalen Wirtschaft und Gesellschaft vernetzen und ihnen zeigen: Auch nach dem Studium gibt es hier attraktive Möglichkeiten zu leben und zu arbeiten. Das Fußballturnier schuf dafür einen bewusst niedrigschwelligen Rahmen.
„Wir wollen niedrigschwellig echte Begegnungen ermöglichen, die sich in der Form sonst nicht so einfach ergeben würden. Auf dem Fußballplatz spielt man zusammen, feuert sich an, kommt ins Gespräch – und lernt sich ganz nebenbei kennen“, erklärt STAY2GROW-Projektleiterin Josephine Runge.
Denn aus einem ersten persönlichen Kontakt kann mehr entstehen: ein Praktikum, eine Werkstudententätigkeit, eine Abschlussarbeit – oder langfristig der Einstieg in ein Unternehmen der Region.
Unternehmen und Studierende auf Augenhöhe
Dass dieses Konzept funktioniert, zeigte sich während des gesamten Nachmittags. Teams aus Unternehmen und Studierendenschaft begegneten sich nicht in ihren üblichen Rollen, sondern zunächst einmal als Mitspielerinnen, Mitspieler und sportliche Gegner.
„Normalerweise begegnet man Unternehmen und Studierenden eher in einem beruflichen oder universitären Kontext. Hier lernt man Menschen einfach als Menschen kennen – und genau daraus entstehen die besten Gespräche“, beschreibt Gudrun Hodey, Geschäftsführerin des HODEY Vitalcentrum, die besondere Atmosphäre.
Ein Student brachte die Wirkung des Tages sinngemäß auf den Punkt: Man kommt zum Fußballspielen und geht mit neuen Kontakten und einem Zugehörigkeitsgefühl zur Region nach Hause, das man vorher so noch nicht hatte.
Gerade dieses Zugehörigkeitsgefühl ist ein wichtiger Baustein von STAY2GROW. Denn wer Kontakte knüpft, Unternehmen kennt und sich in einer Region zuhause fühlt, kann sich eher vorstellen, auch seine berufliche Zukunft hier aufzubauen.
Und Fußball gespielt wurde natürlich auch
Bei aller Vernetzung kam der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz. Im Finale traf das Studierendenteam „Genesis“ aus Kleve auf die Mannschaft der LINEG. Mit einem deutlichen 4:0 sicherten sich die internationalen Studierenden den ersten STAY2GROW-Wanderpokal. Herzlichen Glückwunsch! 🏆
Nach der gelungenen Premiere steht fest: Das Turnier soll 2027 wieder stattfinden.
Gemeinsam für die Fachkräfte von morgen
Ein solches Format lebt vom Engagement vieler Beteiligter. Ein großer Dank gilt dem StadtSportVerband Kamp-Lintfort, dem SV Alemannia Kamp e. V. und den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Ebenso bedanken wir uns bei allen Sponsoren, die die Premiere unterstützt und damit möglich gemacht haben: Büsch, Stadtwerke Kamp-Lintfort, Abbelen, EDEKA Wendorf, ENNI, Sportpalast Kamp-Lintfort, Panoramabad Pappelsee, STRATAXY, Bundeswehr, SV Alemannia Kamp e. V., StadtSportVerband Kamp-Lintfort und Förderverein Campus Camp-Lintfort e. V.
Das erste STAY2GROW-Fußballturnier hat gezeigt: Fachkräftesicherung muss nicht immer am Konferenztisch beginnen. Manchmal reicht ein Fußballplatz, um Menschen zusammenzubringen – und den ersten Schritt für eine gemeinsame Zukunft in der Region zu machen.
Fotos des Turniers finden Sie hier: Wenn aus einem Wettkampf echte Begegnungen werden – STAY2GROW